Veit Vitsteilweise
Veit Vits wurde zwischen 1520 und 1522 geboren. Er war Geschworener und Schöffe zu Rheydt und errichtete zwischen 1549 und 1558 auf dem Gelände des herrschaftlichen Erbpachthofs der Herren zu Rheydt einen neuen Hof in Heiden, den er um 1580/81 an seinen Sohn Heinrich abtrat. Er starb nach 1598 in Rheydt-Heyden. — Dass er der Vater von Heinrich Vits war, ist nicht gesichert (siehe dort). Alles, was in diesem Baum oberhalb von ihm steht, steht und fällt mit dieser Zuordnung.
Eltern Henrich Conradts Gen. Von Heyden (1480–1549) · Fei Von Heyden (1485–?)
Kinder Heinrich Vits (1545–1589)
- 1578AmtGeschworener zu Rheydt
- 1590–1598AmtSchöffe des Gerichts Rheydt
Der Bruder, der den Sitz zurückholte 1590
Veit Vits war der jüngere Bruder von Korst Vits — dem Schöffen, der 1578 im Rheydter Untertanenstreit sein Amt verlor, inhaftiert wurde und am 12. Juni 1578 Urfehde schwören musste, den Eid, sich für die Haft niemals zu rächen. Korst Vits starb gut zweieinhalb Jahre später.
Veit Vits war 1578 Geschworener. Und spätestens seit dem 27. Januar 1590 bis zum 20. April 1598 saß er selbst als Schöffe im Gericht zu Rheydt.
Otto von Bylandt starb am 15. Februar 1591. Seine Untertanen verweigerten ihm das letzte Geleit.
Zwölf Jahre nach der Urfehde hatte die Familie ihren Platz auf der Schöffenbank zurück.
Die ganze Geschichte steht bei Korst Vits.
Wie er mit der Familie zusammenhängt: Veit Vits ist ein direkter Vorfahre, fünfzehn Generationen, über die Linie der Jacobs — die älteste hier belegte Stufe dieser Geschichte.
Zur Beleglage: Der Rahmen — Fronden, Beschwerde 1572, dreißig Soldaten, Verhaftungen, verweigertes Geleit 1591 — steht in „Loca Desiderata. Mönchengladbacher Stadtgeschichte“ Bd. 2 (Hrsg. Wolfgang Löhr, 1999) und geht zurück auf Ludwig Schmitz, „Rheydter Chronik“ Bd. 1 (1897). Die Einzeldaten stammen aus den Familienstudien von Alfred Blömer, zitiert in der WGfF-Aufstellung „Vorfahren Siebel / Jacobs“. Die Urkunden selbst haben wir nicht gesehen.
Die Urfehde — Dokumentation · 16 Minuten 48
Wie Rheydter Schöffen 1578 ihr Amt verloren, im Turm saßen und schwören mussten, sich nicht zu rächen — und warum derselbe Herr ihnen den reformierten Glauben ließ.
- Aufstellungen und Familienblaetter der Westdeutschen Gesellschaft fuer Familienkunde (WGfF), Bezirksgruppe Moenchengladbach — Aufstellung „Vorfahren Siebel / Jacobs“ der WGfF-Bezirksgruppe Moenchengladbach, 19.08.2026 (196 Seiten, Ahnentafel ab N. N.) (Sekundärquelle)
WGfF-Aufstellung 'Vorfahren Siebel / Jacobs' vom 19.08.2026, Ahnennummer 27456 (Kennung #20461)
- Nur über eine Sekundärquelle belegt: Die Angaben stammen aus der WGfF-Aufstellung „Vorfahren Siebel / Jacobs“, die sich ihrerseits auf zwei selbstverlegte Maschinenskripte von Alfred Blömer stützt. Welche Urkunden oder Erbbücher Blömer dort zitiert, ist bislang nicht bekannt.
Diese Seite gehört zum Familienarchiv Unsere Spuren und wird aus dem Stammbaum erzeugt. Jede Angabe steht mit ihrer Quelle da; was unsicher ist, ist als unsicher gekennzeichnet. Wer Fotos, Briefe oder Korrekturen zu Veit Vits hat, ist willkommen — Kontakt.